Cushman & Wakefield
SPGINTERCITYTALK
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «SPGIntercityTALK» wollen wir den Know-how-Transfer innerhalb der Branche fördern und in loser Folge über aktuelle immobilien-wirtschaftliche Themen diskutieren. Nachstehend finden Sie Berichte über die bereits stattgefundenen Veranstaltungen.

Der nächste SPGIntercityTALK findet am 13. September 2018 statt. Details und Einladung folgen in Kürze.

Möchten Sie künftig direkt über die «SPGIntercityTALKS» informiert werden? Dann tragen Sie sich in unserem Verteiler ein. >> Zum Formular

2018

  • SPGIntercityTALK vom 21. Juni 2018: Smart Buildings – die intelligenten Gebäude der Zukunft


    Der SPGIntercityTALK vom 21. Juni 2018 stand im Zeichen der Smart Buildings. Bei diesen geht es schon heute um mehr als Energiemanagement und Gebäudeautomation: Das intelligente Gebäude interagiert mit seinen Besuchern und unterstützt sie bei der Arbeit.

    Gebäudeintelligenz reduziert die Betriebskosten, optimiert die Gebäudeauslastung, erhöht die Sicherheit und steigert den Komfort sowie die Produktivität der Benutzer. «Die Nachfrage nach intelligenten Gebäuden hat in den letzten Jahren spürbar zugenommen, denn solche bringen Unternehmen klare wirtschaftliche Vorteile», erklärte Annette Ryser am SPGIntercityTALK vom 21. Juni 2018. Die Referentin ist Digital Advisor bei Microsoft. Smart Buildings bilden einen Themenschwerpunkt ihrer Arbeit.

    Solche Gebäude nutzen das Internet der Dinge: Dieses verbindet die unterschiedlichen Gebäudeanlagen, Geräte und Sensoren sowie das Gebäudeleitsystem mit dem Internet, so dass sämtliche Daten aus dem Gebäude aggregiert und analysisert werden können. Elemente der technischen Gebäudeausrüstung lassen sich so zentral überwachen und auch direkt ansteuern.

    Zudem liefert das intelligente Gebäude Daten zur Raum- und Arbeitsplatznutzung: «Gebäude lassen sich dadurch besser auslasten und bedürfnisgerechter einrichten. Das reduziert einerseits Kosten und führt anderseits zu einer besseren Arbeitsatmosphäre – was die Arbeitsproduktivität steigert», erklärte Anette Ryser.

    Viel Potenzial liegt insbesondere in der Kombination und Korrelation der Daten aus den unterschiedlichsten Quellen: So lassen sich z.B. die Betriebs- und Leistungsdaten einer technischen Anlage mit der erwarteten Auslastung des Gebäudes koppeln, um den optimalen Zeitpunkt der Unterhaltsarbeiten festzulegen. Oder ein Personalrestaurant kann anhand der prognostizierten Besucherströme und Wetterdaten die Menü-Planung und den Einsatz des Personals optimieren und so Essensabfälle und die Wartezeiten der Gäste reduzieren.

    Optimale Flächennutzung und individuell anpassbare Arbeitsplätze
    Referentin Annette Ryser prognostizierte, dass der «Smart Building»-Markt bis 2022 um jährlich rund 20 Prozent wachsen werde. Aufgrund des Wandels der Arbeitswelt nimmt besonders der Einsatz von Internet-of-Things-Technologien in Bürogebäuden rasant zu.

    Flexible Arbeitsplatzkonzepte sowie steigende Erwartungen der Mitarbeitenden stellen neue Anforderungen an die Ausgestaltung und Nutzungsmöglichkeiten einer Bürofläche. Der Trend geht hin zu flexiblen, individuell anpassbaren Arbeitsplätzen- und räumen, welche die Produktivität und das Wohlbefinden den Mitarbeitenden unterstützen. Gleichzeitig nimmt der Kostendruck durch die Firmen zu – sie möchten ihre Flächen optimal nutzen, Betriebskosten reduzieren und gleichzeitig Nachhaltigkeits-Ziele erreichen. «Dieser Spagat ist mit Smart Buildings zu schaffen», erklärte Annette Ryser.

    Ein Beispiel für intelligente Gebäude ist das neu beim Flughafen Zürich entstehende urbane Zentrum «The Circle». Hier entstehen attraktive Büroflächen, ein medizinisches Kompetenzzentrum, ein Convention Centre, zwei Hotels, unterschiedliche Brand Houses sowie Raum für Kunst, Kultur, Gastronomie und Bildung. Und: «The Circle» wird neuer Hauptsitz von Microsoft Schweiz. Die Firma beauftragte SPG Intercity Zurich / Cushman & Wakefield damit, neue Geschäftsräumlichkeiten zu finden. Die Wahl fiel auf The Circle mit seinem innovativen Nutzungsmix. In Zusammenarbeit mit der Flughafen Zürich AG wird Microsoft hier seine neusten technologischen Entwicklungen im Bereich «Smart Buildings» selbst einsetzen können.

    Interaktionen mit dem Gebäude
    In welche Richtung Microsoft geht, erklärte Annette Ryser mit einigen Beispielen aus der Praxis. Schon heute ermöglichen es Smartphone-Apps, mit dem Gebäude zu interagieren. Das beginnt bereits bei der Anreise zum Gebäude, wo die App zum Beispiel freie Parkplätze und den genauen Weg anzeigt. Am Eingang findet dann – je nach Berechtigung – ein automatischer Check-In statt. Die App navigiert durchs Gebäude, lokalisiert den aktuellen Arbeitsplatz von Personen, die man sprechen möchte, und reserviert bei Bedarf passende Besprechungszimmer.

    Dort angekommen, lassen sich Licht und Klima automatisiert oder per App anpassen. Ein virtueller Concierge kümmert sich um die Bestellung von Getränken und Material und unterstützt bei technischen Fragen. Bei Defekten an der Einrichtung kann über eine einfache Videoaufnahme sofort das Facility Management benachrichtigt werden. Und wenn es gegen Mittag zugeht, kann man sich aufgrund der prognostizierten Auslastung den optimalen Zeitpunkt fürs Mittagessen in der Kantine anzeigen lassen, um Wartezeiten zu vermeiden.«In naher Zukunft werden wir aber nicht nur über Smartphone-Apps oder Touch-Displays mit dem Gebäude interagieren, sondern auch über Sprach- und Gestensteuerung», ist Annette Ryser überzeugt.

    Ziel ist es, eine systemübergreifende Plattform zu schaffen, mit der sich alle Bereiche und Aktivitäten in einem Gebäude steuern lassen – sowohl aus Sicht des Bewirtschafters als auch aus Sicht des Benutzers. Smart Buildings werden daher auch die Immobilienwirtschaft massgeblich beeinflussen.
     
    Annette Ryser
    Die Referentin ist Digital Advisor bei Microsoft Schweiz und begleitet Unternehmen bei Digitalisierungsprojekten. Annette Ryser arbeitet seit 10 Jahren an der Schnittstelle zwischen Business und Technologie und hat sich auf die Themenschwerpunkte «Smart Buildings» und «Future Workplace» spezialisiert.
     
    SPGIntercityTALK
    Der SPGIntercityTALK ist eine Veranstaltungsreihe der SPG Intercity Zurich AG mit dem Ziel, den Know-how-Transfer in der Immobilienbranche sowie das Networking zu fördern. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Referat zum Thema «Smart Buildings – die intelligenten Gebäude der Zukunft» fand am 21. Juni 2018 im «Au Premier» im Hauptbahnhof Zürich statt.

    Vorschau
    Der nächste SPGIntercityTALK findet am 13. September 2018 statt.

  • SPGIntercityTALK vom 1. März 2018: Der Detailhandel zwischen Hoffen und Bangen


    Notwendige Transformation des Detailhandels
    Der Detailhandel muss sich im Spannungsfeld zwischen On- und Offline neu erfinden – dabei ist  auch die Immobilienwirtschaft gefragt. So das Fazit des SPGIntercityTALKs vom 1. März 2018.

    «Stationäre Ladengeschäfte sind und bleiben unverzichtbar, auch in der digitalisierten Welt.» Referent Martin Hotz erklärte am SPGIntercityTalk, wohin sich der Detailhandel in den kommenden Jahren bewegen muss, um überleben zu können. Er führt zusammen mit einem Partner das renommierte Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Fuhrer & Hotz. Dieses ist spezialisiert auf die Beratung von Detail- und Grosshändlern sowie Industrieunternehmen.

    Um auch in Zukunft marktfähig zu sein, müsse ein Detailhändler sowohl online als auch mit einem physischen Ladengeschäft professionell auftreten. «Keines von beidem ist wichtiger, beides muss zusammen eine Einheit bilden, die als solche wahrgenommen wird», sagte Martin Hotz. Er definierte vier prägende Trends bzw. Anforderungen: „Die digitale und stationäre Dominanz globaler Player nimmt zu.», «Händler müssen dafür sorgen, dass sie den Kunden folgen können.», «Stationäre Ladengeschäfte sind – wenn richtig betrieben – relevant und ‚sexy‘», so Martin Hotz. Und: «Mindset matters; Geschäfte müssen fit sein für den Wandel!»

    Ladenkunden verstehen lernen
    Immer mehr globale Riesen drängen in den Schweizer Markt und setzen diesen unter Druck. «Die Plattform-Ökonomie hat sich in der Realwirtschaft etabliert», so Martin Hotz. Er verdeutlichte dies an einem Marktwertvergleich zwischen Amazon und grossen Einzelhändlern wie Walmart, BestBuy und weiteren. Diese kommen zusammengerechnet auf einen Marktwert von rund 292 Milliarden – während es Amazon auf 427 Milliarden bringt. Trotzdem wird Amazon sein Geschäft künftig nicht mehr aufs Internet beschränken. «Amazon wird Ladengeschäfte eröffnen – genauso wie Alibaba und andere globale Online-Player.»

    Essenziell ist es laut Martin Hotz, seinen Kunden besser verstehen zu lernen. Denn: Bis zu 70 Prozent aller Kunden sehen ihre Bedürfnisse durch stationäre Händler nicht voll erfüllt. In allen Kategorien planen zwischen fünf und 15 Prozent der Stationär-Kunden, in naher Zukunft weniger stationär und dafür mehr online einzukaufen. Martin Hotz prognostizierte daher, dass die Geschäfte in den Schweizer Innenstädten bis 2020 eine Umsatzeinbusse von 6 Prozent erleiden werden. Und auch Shoppingcenter sind unter Druck. So haben die 25 grössten der Schweiz in den letzten sechs Jahren einen Umsatzverlust von über einer halben Milliarde Franken verzeichnen müssen. «Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen», so Martin Hotz. Als einen der Gründe nennt er die veralteten Infrastrukturen und teilweise unattraktive, nicht mehr zeitgemässe Ladenkonzepte. Gleichzeitig sei bei neuen Shoppingcentern Geduld gefragt: «Heutzutage dauert es mindestens fünf Jahre, bis in einem neuen Shoppingcenter wie der Mall of Switzerland die erwarteten Zahlen im Bereich Frequenz und Umsatz erreicht werden können.»

    Gemeinsam Lösungen finden
    Doch gelte der Rückgang nicht für alle: «Die Reduktion wird im Non-Food-Bereich erfolgen, während im Food-Bereich sowie in der Gastronomie und bei den Dienstleistungen sogar Wachstumschancen bestehen.» Der stationäre Handel bleibt also, wird sich aber verändern, kam Martin Hotz zum Schluss. Viele Kunden informieren sich zuerst im Internet über ein Produkt, bevor sie ein Geschäft aufsuchen – welches sie oft auch übers Internet auswählen. «Mangelnde Sichtbarkeit im digitalen Raum ist eine erste – und häufige – Zutrittshürde.»
    Um bestehen zu können, müssen analoge Ladengeschäfte gegenüber jenen im Internet Mehrwerte bieten. Zentral sei eine angenehme Atmosphäre, die Einkaufen zum positiven Erlebnis mache. Spannende Angebote und Zusatzdienstleitungen sind ebenso wichtig wie motiviertes Personal. Das erfordere auch Flexibilität von der Immobilienwirtschaft, so Martin Hotz. Es sei Weitblick bei der Gestaltung der Mietpreise wie auch Kreativität bei der Bewirtschaftung der Immobilien gefragt. «Wir sitzen alle im gleichen Boot und müssen gemeinsam Lösungen finden.»

    Martin Hotz
    Martin Hotz führt zusammen mit Marco Fuhrer das renommierte Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Fuhrer & Hotz in Baar ZG. Dessen Dienstleistungen umfassen Beratung und Analyse, Shopper und Consumer Research sowie POS-Erhebungen und Verhaltensforschung. Fuhrer & Hotz beraten Detail- und Grosshändler sowie Industrieunternehmen. 

    SPGIntercityTALK 
    Der SPGIntercityTALK ist eine Veranstaltungsreihe der SPG Intercity Zurich AG mit dem Ziel, den Know-how-Transfer in der Immobilienbranche sowie das Networking zu fördern. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Referat zum Thema «Der Detailhandel zwischen Hoffen und Bangen» fand am 1. März 2018 im «Au Premier» im Hauptbahnhof Zürich statt. 

    Vorschau
    Der nächste SPGIntercityTALK findet am 21. Juni 2018 statt.

2017

  • SPGIntercityTalk vom 9. November 2017: Detailhandel im Spannungsfeld von Digitalisierung und Politik


    Neue Ladenkonzepte sind gefragt
    Der Detailhandel steht unter Druck und wandelt sich stark. Darauf muss auch die Immobilienwirtschaft reagieren, wie sich am SPGIntercityTALK vom 9. November 2017 zeigte.

    «Im Detailhandel ist in den vergangenen Jahren kein Stein auf dem anderen geblieben», fasste Milan Prenosil zu Beginn des SPGIntercityTALKs das Thema «Detailhandel im Spannungsfeld von Digitalisierung und Politik» zusammen. Der Präsident des Verwaltungsrats der Confiserie Sprüngli AG und Präsident der City Vereinigung Zürich ermöglichte den rund 120 Teilnehmenden tiefe Einblicke in die Branche und ihre künftigen Herausforderungen. Wer heute im Detailhandel überleben möchte, muss höchst flexibel und offen für neue Ladenkonzepte sein. Denn der private Konsum in der Schweiz stagniert seit mehreren Jahren. Gründe dafür liegen unter anderem im tiefen Euro; als die Nationalbank den Mindestkurs 2015 aufhob, hat sich diese Problematik weiter zugespitzt. 

    Eine weitere Herausforderung ist der Online-Handel, der traditionelle Ladengeschäfte zunehmend konkurrenziert. «Der Nonfood-Bereich – insbesondere der Bereich Textilien – ist davon mehr betroffen als der Foodsektor», weiss Milan Prenosil. Dass diese Entwicklung nicht noch dramatischer verlaufe, sei dem Bevölkerungswachstum zu verdanken. «Die Migration wirkt stabilisierend auf die Umsatzzahlen im Detailhandel.» Trotzdem: Während die Umsätze zwischen 1990 und 1999 um 0,8 % und zwischen 2000 und 2009 um 1,6 % gestiegen sind, sanken sie zwischen 2010 und 2016 um 0,4 %.

    Wachsender Online-Handel
    Heutige Ladenbesitzer müssen sich gegen den Einkauftourismus wie auch den Internet-Handel behaupten. So hat sich der Umsatz des Online- und Versandhandels hierzulande seit 2008 eindrücklich entwickelt: von jährlich 4,95 Milliarden Franken auf 9,1 Milliarden Franken. Und: «Zwar stammt der grösste Teil der verkauften Produkte von hier ansässigen Online-Unternehmen, doch direkte Cross-Border-Online-Einkäufe mit Lieferung in die Schweiz nehmen überproportional zu», erklärte Milan Prenosil.

    Nicht nur der starke Franken und E-Commerce fordern den Detailhandel, sondern auch die Politik. Die Anzahl Gesetze und Vorschriften nimmt ständig zu, zudem übernimmt die Schweiz immer mehr EU-Recht. «Die Anforderungen an die KMU wachsen: Die Gesetzeslage wird immer komplexer, der administrative Aufwand wächst, und wir haben zusätzlich mit Importhürden zu kämpfen. Das schlägt sich in den Betriebskosten nieder.» So sind die Schweizer Detailhandels-Preise im Durchschnitt 60 Prozent höher als in der EU. Die Geschäfte werden daher gezwungen sein, ihre Margen zu senken und die Produktivität zu erhöhen.

    Läden machen Städte attraktiv
    Milan Prenosil prognostizierte am SPGIntercityTALK, dass der Detailhandel in der Schweiz aus oben genannten Gründen weiterhin kein Wachstum erfahren wird. Im Gegenteil: Die Situation werde sich in Zukunft weiter zuspitzen. Der Markt sei gesättigt und die Verdrängung gehe weiter – seit 2010 haben in der Schweiz rund 5000 Geschäfte geschlossen. Gleichzeitig stossen globale Anbieter in den Schweizer Markt, insbesondere solche aus den Bereichen Mode, Sport, Möbel und Kosmetik.

    «Traditionelle Läden verschwinden, während innovative Anbieter überleben», so Milan Prenosil. Das mache neue Laden- und Verkaufskonzepte erforderlich, und es könne sich niemand mehr gegenüber der Digitalisierung und dem E-Commerce verschliessen. Der Wandel im Detailhandel werde zudem das Vermieten von Ladenflächen erschweren. Zwar werden laut Milan Prenosil die Toplagen in den Citys weiterhin begehrt sein, «doch insgesamt besteht ein Überangebot an Ladenflächen.» Die Immobilienwirtschaft trage daher eine grosse Verantwortung: «Das Ladenangebot beeinflusst die Attraktivität unserer Städte massgeblich.» Damit neue Läden entstehen und bestehende überleben können, seien auch die Immobiliendienstleister gefragt. «Künftig werden sie ihre Mieter und ihre Geschäfte noch besser kennen müssen, damit sie massgeschneiderte Geschäftsflächen anbieten können.» 

    Vorschau
    Der nächste SPGIntercityTALK findet am 1. März 2018 statt.

  • SPGIntercityTalk vom 14. September 2017: Sind Sie bereit? Noch 15 Monate bis zur Umsetzung des neuen IFRS-Standards zur Bilanzierung von Mietverträgen


    Bald neue Bilanzierung von Mietverhältnissen
    Der Leasingstandard IFRS 16 wird per 2019 rechtsverbindlich. Referent Paul Fry von Cushman & Wakefield hat sich am SPGIntercityTALK vom 14. September 2017 dem komplexen Thema angenommen.

    «Die neuen Rechnungslegungsvorschriften machen die Bilanzen von börsenkotierten Unternehmen transparenter und vergleichbarer», fasste Paul Fry, Partner Occupier Finance bei Cushman & Wakefield zu Beginn seines Referats zusammen. So habe der bald geltende IFRS 16 auch auf die Immobilienbranche Auswirkungen, mit denen man künftig umgehen müsse. Der dritte SPGIntercityTALK in diesem Jahr war entsprechend gut besucht – die Chance, sich von einem ausgewiesen Experten zum Thema informieren zu lassen, wurde vielfach wahrgenommen.

    Wie Paul Fry erklärte, werden die International Financial Reporting Standards (IFRS) vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegeben. Es sind internationale Rechnungslegungsvorschriften, die vergleichbare Jahres- und Konzernabschlüsse zum Ziel haben. Die Standards sind in zahlreichen Ländern für börsenkotierte Unternehmen vorgeschrieben. 

    Doch was ändert sich mit dem IFRS 16 konkret? Neu – das heisst ab dem 1. Januar 2019 – müssen gemietete und bisher ausserbilanzielle Vermögenswerte in den Unternehmensbilanzen aufgeführt werden. Ausgenommen davon sind lediglich kurzfristige Leasingverträge (unter 12 Monaten Mietdauer) oder solche mit sehr niedrigen Vermögenswerten – zum Beispiel Büromöbel. Geschäftsautos hingegen müssen in den Bilanzen auftauchen. Auf die Immobilienbranche bezogen, hat IFRS 16 zur Folge, dass künftig nahezu alle Mietverträge bilanziert werden müssen.

    Immobilienbranche indirekt betroffen
    Dies werde teilweise grundlegende Auswirkungen auf die Bilanzen und Leistungskennzahlen eines Unternehmens haben, erklärte Paul Fry. «In mietintensiven Branchen kann sich dadurch die Bilanzsumme um ein Mehrfaches vergrössern.» Das könne den Verschuldungsgrad von Unternehmen erheblich erhöhen und damit deren Eigenkapitalquote verringern.

    Die Immobilienbranche als Leasinggeber – und nicht -nehmer – ist auf den ersten Blick von diesen Neuerungen nicht betroffen. Doch könnte die neue Regelung das Mietverhalten von mietintensiven Branchen durchaus verändern. Paul Fry listete in seinem Referat die am stärksten betroffenen auf: Fluggesellschaften, Detailhändler, Transportunternehmen, die Telekommunikationsbranche und viele mehr. Um den Einfluss des IFRS 16 auf die Bilanz abzufedern, werden Firmen möglicherweise keine Staffelmieten oder indexierte Mietverträge mehr akzeptieren und kürzere Mietverträge bevorzugen.

    Der neue IFRS 16 übe also durchaus auch Einfluss auf die Immobilienbranche als Leasinggeber, allerdings nur indirekt, betonte Paul Fry. Auch wenn es zur Umsetzung noch mehr als ein Jahr dauere, sollte man sich daher frühzeitig mit dem Thema befassen.

    Vorschau
    Der nächste SPGIntercityTALK findet am 9. November 2017 zum Thema «Detailhandel im Spannungsfeld von Digitalisierung und Politik» statt.

    Präsentation SPGIntercityTALK vom 14. September 2017

  • SPGIntercityTalk vom 22. Juni 2017: Workplace Performance – der Arbeitsplatz als Leistungstreiber


    «Der klassische Arbeitsplatz ist ein Auslaufmodell»
    Arbeitgeber, die heute Top-Leute rekrutieren wollen, müssen zeitgemässe Arbeitsplätze bieten. Wie solche aufgebaut sind, war Inhalt des SPGIntercityTALKs vom 22. Juni 2017.

    Was muss ein Arbeitsplatz bieten, um motivierend zu wirken? Lässt sich mit einem modernen Arbeitsplatz die Produktivität steigern? Und: Werden künftig solche Büros im Stil der IT-Grosskonzerne und Pharmariesen Standard sein? Derrick Bock ist Head of Workspace Strategy bei Cushman & Wakefield und weiss aus langjähriger Erfahrung, wie modernes Arbeiten funktioniert. Am SPGIntercityTALK vom 22. Juni 2017 gab er Einblicke in die Büros der Zukunft und zeigte auf, welche Ansprüche Firmen heutzutage an Büroflächen haben. Mit über 100 Teilnehmenden war auch dieser Talk – trotz Hitzewelle – gut besucht. Kein Wunder, denn diese Thematik wird für die Immobilienwirtschaft immer wichtiger: Während es in Städten oft ein Überangebot an traditionellen Büroflächen gibt, suchen Banken und Versicherungen wie auch Technologiekonzerne zunehmend nach Geschäftsräumen, die Workplace Performance bieten.

    Derrick Bock nahm seiner Präsentation eines vorweg: «Wie weit der Arbeitsplatz ein Leistungstreiber ist, lässt sich nicht messen.» Die Steigerung der Produktivität sei für die meisten Firmen aber auch gar nicht oberstes Ziel. «Es geht darum, dass die Mitarbeitenden gerne zur Arbeit kommen, sich wohl fühlen und in ihrem Arbeitsfluss ungebremst sind.» Indirekt führe das zu einer Steigerung der Produktivität, da die Effizienz moderner Arbeitsplätze höher sei als diejenige von traditionellen.

    Von Maturists bis Generation Z
    Der Arbeitsplatz kann Aktivitäten fördern, die Leistung verbessern und Verhaltensweisen positiv – wie auch negativ – beeinflussen. Nur: Den perfekt eingerichteten Arbeitsplatz gibt es nicht. Derrick Bock hielt fest: «Typischerweise arbeiten fünf verschiedene Generationen in einer Firma.» Von den Maturists über die Baby Boomers bis hin zu den Generationen Y und Z, sie alle hätten unterschiedliche Ansprüche an den Arbeitsplatz wie auch an das Leben allgemein. So sind Babyboomers zum Beispiel auf Jobsicherheit bedacht und schätzen eine Face-to-Face-Kommunikation, während die Generation Y Freiheit und Flexibilität bevorzugt und auf elektronische Kommunikationsmittel setzt.

    Nicht nur die Altersklassen, auch die Arbeitsaktivitäten unterscheiden sich. Einmal ist maximale Ruhe erforderlich, dann ein angeregter Austausch untereinander, später ein konzentriertes Zusammenarbeiten. «Die Arbeitswelt hat sich gewandelt, und die Arbeitsplatzgestaltung ist einer stetigen Evolution unterworfen», ist Derrick Bock überzeugt. Er macht sieben Top-Merkmale aus, die ein moderner Arbeitsplatz bieten sollte: Privatsphäre, Annehmlichkeit, zeitgemässe Technologie, Möglichkeiten zur Interaktivität, Wandlungsfähigkeit, flexible Nutzung und einen Bezug zur Unternehmens-Identität.

    Offene, digitale Gesellschaft
    Der klassische Arbeitsplatz mit Pult und PC ist laut Derrick Bock ein Auslaufmodell. Ein modernes Büro bietet für jede Arbeitsaktivität eine ideal eingerichtete Zone. «Die Mitarbeitenden können dadurch frei wählen, wo sie welche Arbeit verrichten möchten.» So gibt es zum Beispiel für konzentriertes Schreiben und Denken Ruheräume, während eine Lounge optimale Voraussetzungen für Austausch und Brainstormings bietet.
    Ein weiterer Trend beeinflusst die Bürowelt zunehmend: Die Digitalisierung führt zu einer radikal offenen Gesellschaft. «Was passiert alles in einer Minute?», fragte Derrick Bock. In einer Minute gibt es auf Facebook über 4 Millionen Likes, werden über 100'000 Skype-Verbindungen gewählt und rund 10'000 Bilder auf Pinterest hochgeladen. Dieser Wandel in der Gesellschaft ist auch eine Chance für die künftige Arbeitswelt. Der digitale Arbeitsplatz macht weltweites Zusammenarbeiten einfach, bündelt Arbeitskräfte und erleichtert den Ideen-Austausch. Und er macht Arbeitsprozesse transparent und effizienter. Voraussetzung für ein solches digitales Büro ist allerdings eine zeitgemässe und stabile IT-Infrastruktur, die sich bei Bedarf problemlos erweitern lässt.

    Noch ist der Schweizer Büromarkt geprägt von traditionellen Konzepten, und viele Firmen bevorzugen diese auch heute noch. In der ans Referat anschliessenden Diskussionsrunde gab Derrick Bock Skeptikern in diesem Punkt Recht. Doch habe die Evolution des Arbeitsplatzes längst begonnen, und die Nachfrage nach progressiven Arbeitsplatzkonzepten wachse. «Arbeitgeber, die heute Top-Leute rekrutieren wollen, müssen zeitgemässe Arbeitsplätze bieten.» Und: «Das Konzipieren solcher Büros wird immer mehr zu einer gefragten Zusatzdienstleisung.»
     

  • SPGIntercityTalk vom 9. März 2017: Coworking


    «Shared Workspaces müssen exakt auf die Zielgruppe abgestimmt sein»
    Coworking-Flächen: Vom Nischenmarkt zu Mainstream? Der SPGIntercityTALK vom 9. März 2017 hat sich dem Schweizer Coworking-Markt angenommen. Referent Daniel Hediger konnte dank umfassender Marktstudien detailliert Auskunft geben.

    Die Idee, gemeinsam zu arbeiten und Büroräume zu teilen, überzeugt Kleinunternehmer und Freelancer gleichermassen. Ebenso schätzen grosse Firmen zunehmend kreative, bisweilen unkonventionelle Arbeitsumgebungen, um Projekte voranzutreiben. So hat sich in den vergangenen drei Jahren die Zahl der Coworking Spaces in der Schweiz auf über 90 verdoppelt – und das Angebot wächst weiter, um über 50 Prozent pro Jahr.

    Das Thema ist deshalb auch für die Immobilienwirtschaft interessant. Dementsprechend gut besucht war der SPGIntercityTALK vom 9. März 2017. Mit über 110 Teilnehmern kamen mehr Personen, als es Sitzplätze hatte. Doch entwickelt sich der Coworking-Markt tatsächlich von der Nische zum Mainstream? Mit Daniel Hediger konnte SPG Intercity einen hochkarätigen Referenten aufbieten: Der Geschäftsführer von immodea ist Autor der umfassenden Studie «Shared Workspaces Markt Schweiz 2017».

    Verschiedene Nutzungskonzepte
    «Shared Workspaces müssen exakt auf die Zielgruppe abgestimmt sein», sagte Daniel Hediger. Wer sie gewinnbringend betreiben möchte, sollte deshalb die verschiedenen Konzepte genau kennen. Die fünf wichtigsten sind gemäss Daniel Hediger: Coworking, Shared Office, Business Center, Inkubator/Accelator und Science-/Technopark. Die Idee des geteilten Büroraums kann also die unterschiedlichsten Arbeitsmodelle bedienen. Von der starken Community, die sich gegenseitig unterstützt, bis hin zu Einzelarbeitsplätzen für Leute, die keinerlei Kooperation suchen.

    «Das Angebot an Shared Workspaces ist sehr breit, und die Grenzen zwischen den Nutzungskonzepten sind fliessend», sagte Daniel Hediger. Sie alle funktionieren anders als herkömmliche Büros. «Die Ausstattung bestimmt den relativen Grad des Büroausbaus, der Möblierung und der Infrastruktur.» Ein Coworking Space sei somit in geringerem Umfang ausgestattet als ein Highend-Business-Center. «Alle Formen müssen allerdings selbständiges Handeln sowie eigenes Bedienen der Infrastruktur ermöglichen.»

    Megatrend Individualisierung
    Können sich Shared Workspaces für Investoren und professionelle Bewirtschafter überhaupt lohnen? Und welche Anforderungen müssen sie erfüllen? In der abschliessenden Fragerunde stand Referent Daniel Hediger dem interessierten Publikum Red und Antwort. Noch seien viele Coworking Spaces nicht rentabel, räumte er ein. «Sie werden mit viel Idealismus und Eigeninitiative betrieben.»

    Doch gilt das nicht für sämtliche Immobilien, grössere Flächen seien durchaus gewinnbringend. «Dabei sind die Community, eine professionelle Bewirtschaftung sowie ein passendes Serviceangebot erfolgsentscheidend.» Und Daniel Hedinger ist sicher: «Künftig wird die Nachfrage nach Shared Workspaces deutlich steigen.» Der Megatrend Individualisierung mache vor den Arbeitsplätzen nicht halt. «Shared Workspaces sind eine Antwort darauf.»

    Die vollständige Studie «Shared Workspaces Markt Schweiz 2017» kann hier kostenlos bestellt werden.
     

2016

  • SPGIntercityTalk: Immobilieninvestitionen zwischen Regulierung und Rendite


    «Die Immobilienwirtschaft muss zusammenstehen»
    Am SPGIntercityTALK vom 3. November 2016 warb Daniel Fässler, Nationalrat und Präsident des Verbandes der Immobilien-Investoren VII, für die Anliegen der institutionellen Eigentümer und gab Einblick in den parlamentarischen Betrieb in Bern.

    «Es ist unerlässlich, dass die Akteure der Immobilienwirtschaft zusammenstehen, ihre Interessen bündeln und geeint gegen die zunehmenden Regulierungsbestrebungen in ihrem Sektor einstehen.» Der Auftritt des Präsidenten des Verbandes der Immobilien-Investoren VII, CVP-Nationalrat Daniel Fässler, vor rund 100 Entscheidungsträgern am SPGIntercityTALK vom 3. November 2016 im Zürcher «Au Premier» war ein engagiertes und sympathisches Plädoyer für die Immobilienwirtschaft. Seit 2015 präsidiert der Innerrhoder Parlamentarier den Verband, der – so räumte er ein – selbst ihm bis dahin in seiner langjährigen Tätigkeit als Fachanwalt für Bau- und Immobilienfragen und als Parlamentarier nie begegnet war.

    Der Verband sucht seit der letztjährigen Neuausrichtung vermehrt die Öffentlichkeit. Den Impuls dazu gab die angestrebte Verschärfung der Lex Koller mit dem Verbot für den Erwerb von Aktien der kotierten Immobiliengesellschaften durch Personen im Ausland. Zwei Vorstösse konnten quasi in letzter Minute in der kleinen Kammer abgewendet werden, was Bundesrätin Sommaruga aber nicht daran hinderte, erneut eine Vorlage mit gleichem Inhalt anzukündigen.

    «Auch wenn es gelingt, eine erneute Verschärfung zu verhindern: Solche Bestrebungen kommen immer wieder.» Daniel Fässler machte klar, dass es der Branche gelingen muss, einerseits die volkswirtschaftliche Bedeutung der institutionellen Immobilieninvestoren aufzuzeigen und anderseits das Image der Akteure zu verbessern. Er sagte dies auch mit Blick auf die jüngsten politischen Diskussionen rund um das Mietrecht. Zwar sei es gelungen, die schweizweite Formularpflicht für den Anfangsmietzins abzuwenden. «Aber der nächste Eingriff ins Grundeigentum ist mit der Volksinitiative für ‹mehr bezahlbaren Wohnraum› des Mieterverbandes bereits auf dem Weg.» Als weitere Beispiele erwähnte Fässler die Umsetzung des revidierten Raumplanungsgesetzes in den Kantonen mit der Mehrwertabschöpfung auf Ein- und Aufzonungen, die letztlich das Investitionsinteresse der Grundeigentümer hemme. Wer eine Immobilie als Anlage besitze, dürfe und müsse eine angemessene Rendite erzielen, resümierte Fässler. Das betreffe insbesondere institutionelle Investoren wie Pensionskassen und Versicherungen. Es dürfe nicht sein, dass man sich an Beschränkungen der Vertragsfreiheit und an Formalismen gewöhne und sie achselzuckend hinnehme. Darum sei das Engagement aller Beteiligten im Interesse der Branche wichtig.

  • SPGIntercityTalk: Immobilieninvestments in Zeiten von Negativzinsen


    "Solche Negativzinsen sind historisches Neuland"
    Am SPGIntercityTALK vom 8. September 2016 gab die Zinspolitik der Schweizerischen Nationalbank zu reden: Fünf Experten diskutierten die Auswirkungen von Negativzinsen auf Renditen und Anlagestrategien im Immobilienmarkt – teils kontrovers.

    Negativzinsen fordern auch die Immobilienwirtschaft stark heraus. Sie sollen die Konjunktur ankurbeln und den Schweizer Franken stabilisieren. Wenn sich Sparen nicht mehr lohnt, rücken Immobilien vermehrt in den Fokus der Anleger – auch wenn die Renditeerwartungen hier ebenfalls zurückgegangen sind. "Der Anlagedruck ist gross, vor allem im Core-Bereich. Auch private Anleger flüchten in Immobilien", startet Moderatorin Béatrice Gollong, Head Investment and Consulting und Stv. CEO der SPG Intercity Zurich AG, die Podiumsdiskussion. Wie gehen Bewerter, Investoren und andere Branchenplayer damit um? Darüber diskutierten fünf Experten mit unterschiedlichem Hintergrund: Gerhard Demmelmair (Swiss Life Asset Managers), Roger Hennig (Schroder Investment Management), Arno Kneubühler (Procimmo SA) und Dr. Alfred Meili (Meili Unternehmungen) sowie Dr. Andreas Bleisch (Wüest & Partner).

    Verschiedene Strategien
    Investoren bestätigen den erhöhten Anlagedruck: "Das Angebot in der Schweiz ist – vor allem im Core-Bereich – klein, aber die Investitionssumme riesig. Man denke an die Pensionskassengelder. Alle wollen in Immobilien anlegen", sagt Roger Hennig, Head Real Estate Switzerland von Schroder Investment Management. Auch bei ausländischen Anlegern gelte die Schweiz zunehmend als sicherer Hafen – was insbesondere seit dem Brexit stark zu spüren sei.
    Gerhard Demmelmair, Leiter des Immobiliengeschäfts für Drittkunden bei Swiss Life Asset Managers in der Schweiz, setzt auf Core-Immobilien an sehr guten Lagen, bevorzugt in innerstädtischen Gebieten. "Wir wollen eine hohe Ertragssicherheit", sagt er. Als Vorsorgeunternehmen würden sie langfristig sichere Renditen bevorzugen und entsprechende Immobilien suchen. Die Procimmo SA verfolge eine andere Strategie, erklärt CEO Arno Kneubühler. Das Portfolio umfasst Gewerbe- und Industrieimmobilien mit vielen KMU-Betrieben, was besondere Flexibilität erfordere: "KMU verändern sich: Einmal wachsen sie, das andere Mal schrumpfen sie. Wir müssen uns mitentwickeln und versuchen, ihre Bedürfnisse abzudecken." Die Procimmo SA kauft gezielt Liegenschaften mit Wertschöpfungspotenzial, vor allem an B-Lagen. Anders als bei Core-Liegenschaften, ist das Angebot im Added-Value- und Opportunistic-Bereich vielfältig.

    Experimentieren gefordert
    Als "historisches Neuland" bezeichnete Andreas Bleisch, Partner von Wüest & Partner, die aktuelle Situation. In diesem Ausmass habe es Negativzinsen noch nicht gegeben. "Die Marktakteure sind gefordert, sich mit völlig neuen Fragen auseinander zu setzen. Es gibt noch keine Lehrbücher – wir müssen uns auf die Situation einstellen, experimentieren." Alfred Meili, VR-Präsident der Meili Unternehmungen AG, möchte "nicht mit Andreas Bleisch tauschen" und in einem solchen Umfeld Immobilien schätzen müssen. Sein Familienunternehmen setzt vorzugsweise auf Investitionen in bestehende Bauten und Neubauten: "Bauen ist das Intelligenteste, das man heute machen kann", so Alfred Meili.

    Mit diesen und vielen weiteren Statements sorgte der SPGIntercityTALK wieder für viel Gesprächsstoff. Das Thema Negativzinsen trifft den Nerv der Branche – entsprechend riesig war das Interesse: Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die beliebte Veranstaltungsreihe bietet nicht nur spannende Themen und Diskussionen, sondern auch Gelegenheit für entspanntes Networking.
     

  • Die Innenstadt – analoger Knoten in unserer digitalen Welt

    SPGIntercityTalk vom 23. Juni 2016

    «Cross Channel ist nur ein Übergangsphänomen und der Versuch des stationären Handels, sich in die digitale Welt zu retten.» Prof. Wolfgang Christ sprach am letzten SPGIntercityTalk Klartext über die Zukunft des Detailhandels und die Rolle der Innenstädte.

    Der Trend zum Online-Handel ist unaufhaltsam. Das ist eine schlechte und gleichzeitig eine gute Nachricht. Schlecht, weil die Umsätze im stationären Handel zugunsten der Online-Kanäle zurückgehen. Davon betroffen sind insbesondere Verkaufsstandorte und -flächen, die lediglich «Point of Sale» sind, zu dem sich Konsumenten hinbewegen müssen. Dabei kommen die Konsumgüter längst selbständig zum Kunden. Die gute Nachricht: Wer aus dem «Point of Sale» einen «Place of Sale» machen kann, nährt den wachsenden Hunger der Konsumenten nach Authentizität. Wolfgang Christ sagte es so: «Aus WWW muss AAA werden: die Atmosphäre der Räume, die Authentizität der persönlichen Begegnungen und die Aura eines einzigartigen Ortes.»

    Der SPGIntercityTalk von Ende Juni gab einmal mehr vielfältige Denkanstösse für die Player am Immobilienmarkt. > mehr

  • SPGIntercityTalk: Coworking Spaces – ein globaler Trend erfasst die Schweiz

    Einladung zum SPGIntercityTalk vom 10. März 2016
      > mehr

2015

  • SPGIntercityTalk: Personalfluktuation in der Immobilienbewirtschaftung

    Einladung zum SPGIntercityTalk vom 19. November 2015

    Podiumsdiskussion mit Robert Hauri, CEO Intercity Verwaltungs-AG, Oliver Hofmann, CEO Wincasa, Dieter Sommer, CEO Privera, und Michael Wildhaber, Inhaber IM43 AG.
    Leitung: Ivo Cathomen, Immobilia > mehr

  • SPGIntercityTalk: Sieben Überlebensstrategien für den Detailhandel

    SPGIntercityTalk vom 10. September 2015

    Der stationäre Detailhandel kämpft
    Online-Shopping, Einkaufstourismus, Preiskampf, Einkaufsmacht, Divergenz der Standortklassen, Konsolidierung der Filialnetze – der stationäre Detailhandel kämpft an vielen Fronten um Kunden und Umsätze. Innovationen sind gefordert, denn die Kunden sind längst omnipräsent auf allen Kanälen. Unser Referent Stephan Jung verrät, welche Strategien erfolgversprechend sind und was sie für denVerkaufsflächenmarkt bedeuten... > mehr

  • SPGIntercityTalk: Schweizer Hotelimmobilien – Investment Class oder Schrott?

    SPGIntercityTalk vom 18. Juni 2015

    Hotelimmobilien: zwischen «Bashing» und Faszination
    «Hotel Bashing» ist mittlerweile ein Volkssport. Die Kritik sei aber undifferenziert, findet Hotellerie- und Immobilienspezialist Andrea Jörger. Er zeigte am SPGIntercityTalk vom 18. Juni 2015 in Zürich vor über 60 Gästen auf, wo Fehler gemacht werden... > mehr

  • SPGIntercityTalk: Schweizer Hotelimmobilien – Investment Class oder Schrott?

    Präsentation von Andrea Jörger > mehr

  • SPGIntercityTalk: Die Auswirkungen des SNB-Entscheides auf den Schweizer Immobilienmarkt

    Moderator Beat Seger (KPMG) im Gespräch mit Marc Bros de Puechredon (BAK Basel Economics) und Martin Neff (Raiffeisen Gruppe).
    19. März 2015 im Au Premier ab 7.45 > mehr

2014

  • SPGIntercityTalk: Sihlcity – vom schwierigen Start zur Erfolgsstory

    Präsentation von Jürg Engeler, Zürich. September 2014 > mehr

  • SPGIntercityTalk: Share Deals: Erfolgspfad mit vermeidbaren Klippen

    Präsentation von Samuel Marbacher, Zürich. Juni 2014 > mehr

  • SPGIntercityTalk: Licht und Schatten an Europas Büromärkten

    Präsentation von Dr. Thomas Beyerle, Zürich. März 2014 > mehr

2013

  • SPGIntercityTalk: Praktischer Umgang mit Vorkaufsrechten

    Präsentation von Dr. Alexander Wyss, Baker McKenzie, Zürich. September 2013 > mehr

  • SPGIntercityTalk: Praktischer Umgang mit Vorkaufsrechten

    Einladung, September 2013 > mehr

  • SPGIntercityTalk: Cross Border Retail – An Overview of International Retailers

    Medienmitteilung SPG Intercity Zurich, Juni 2013 > mehr

  • SPGIntercityTalk: UBS – Gegenwart und Zukunft des Bankenarbeitsplatzes

    Medienmitteilung SPG Intercity Zurich, März 2013 > mehr

2012

  • SPGIntercityTalk: Social Media und Immobilien: Hype oder nachhaltiger Trend?

    Medienmitteilung SPG Intercity Zurich, 29. August 2012 > mehr

  • SPGIntercityTalk: Programm

    Social Media und Immobilien: Hype oder nachhaltiger Trend?
    SPG Intercity Zurich, 29. August 2012 > mehr

  • SPGIntercityTalk: The Circle - vom Air- zum Business Port

    Medienmitteilung SPG Intercity Zurich, 15. Juni 2012 > mehr

  • SPGIntercityTalk: Programm

    The Circle - Vom Air- zum Business Port
    SPG Intercity Zurich, 15. Juni 2012 > mehr

  • SPGIntercityTalk: Make Cross Border Investments Work!

    Medienmitteilung SPG Intercity Zurich, 28. März 2012 > mehr

  • SPGIntercityTalk: Programm

    Make Cross Border Investments Work!
    SPG Intercity Zurich, 28. März 2012 > mehr

2011

  • SPGIntercityTalk: Der Umsatz macht die Miete